Cicero
Marcus Tullius Cicero
geboren 3. Januar 106 v. Chr. in Arpinum
Ciceros Vater gehörte dem Ritterstand an und somit zur Oberschicht in Ciceros Geburtsort Arpinum. Aufgrund von verwandtschaftlichen Beziehungen der Familie zum römischen Senatsadel stand einer guten Ausbildung Ciceros nichts im Wege. Schon seit seiner Kindeheit beherrschte er neben der römischen auch die griechische Sprache. So war es ihm ein Leichtes, im Alter von etwa 20 Jahren das philosophische Vokabular vom Griechischen ins Lateinische zu übertragen. Neben der Philosophie studierte er Jura, Rhetorik und Literatur.
Nach Ableistung seines Militärdienstes wurde Cicero als Anwalt tätig. Viele Reden, die er in dieser Funktion hielt, sind uns erhalten. Wenige Jahre später kam seine politische Tätigkeit hinzu, die 63 v.Chr. im Amt des Konsuls ihren Höhepunkt fand. In diesem Jahr gelang es ihm auch, die Catilinarische Verschwörung abzuwenden.
Im Jahr 58 v.Chr. ging Cicero nach Griechenland und kam damit einer Verbannung zuvor, die unter Volkstribun Clodius hätte verhängt werden sollen. Seine Besitztümer in Rom verlor er.
Ein Jahr später wurde er zurückberufen und wurde erneut politisch tätig, wenn auch weit weniger einflussreich als in früheren Jahren. Er begann, die (staats-)philososophischen Werke zu verfassen.
Nachdem er zuvor auf Caesars Seite gewesen war, wurde er im Jahr 49 v.Chr. - als Caesar zum Staatsfeind erklärt wurde - gezwungen, sich dessen politischem Gegner Pompeius anzuschließen.
Als schließlich nach der Ermordung Caesars das zweite Triumvirat zwischen Octavian, Antonius und Marcus Lepidus zustande kam, stand Cicero gaz oben auf der Proskriptionsliste und wurde 43 v.Chr. ermordet und sein Leichnam geschändet.
Ciceros Werk ist überaus umfangreich überliefert und dient auch in der heutigen Schulliteratur als Paradebeispiel für Prosatexte des klassischen Lateins. Neben vielen Reden sind von ihm in erster Linie Briefe, rhetotiktheoretische Werke, philosophische Werke und politische Schriften erhalten. Aber auch eine Trostschrift, Geschichtsschreibung, Dichtungen und Übersetzungen gehören zu seinem Werk
Werke
- De re publica
- De divinatione
- De finibus bonorum et malorum
- De legibus
- De natura deorum
- De officiis
- Laelius de amicitia
- Tusculanae disputationes
- De inventione
- De consulatu suo
- Paradoxa Stoicorum
- Brutus
- De optimo genere oratorum
- De partitione oratoria
- Orator
- Academica priora
- Cato maior de senectute
- De fato
- Topica
- De Mario
- Pro Publio Quinctio
- Pro Sexto Roscio Amerino
- Pro Quinto Roscio comoedo
- In Verrem
- Pro Marco Tullio
- Pro Marco Fonteio
- Pro Aulo Caecina
- De imperio Cn. Pompei ad quirites
- De lege agraria (contra Rullum)
- Pro C. Rabirio perduellionis reo ad quirites
- In L. Catilinam orationes
- Pro Lucio Murena
- Pro P. Sulla
- Pro A. Licinio Archia poeta
- Pro L. Valerio Flacco
- Post reditum in senatu
- Post reditum in Quirites
- Pro domo sua
- De haruspicum responsis
- Pro Sestio
- In P. Vatinium testem interrogatio
- Pro Marco Caelio
- De provinciis consularibus
- Pro Cornelio Balbo
- In L. Calpurnium Pisonem
- Pro Cn. Plancio
- Pro Aemilio Scauro
- Pro C. Rabirio Postumo
- Pro Milone
- Pro Marcello
- Pro Ligario
- Pro rege Deiotaro
- In M. Antonium Philippicae
- Epistulae ad Atticum
- Epistulae ad Familiares
- Epistulae ad Quintum Fratrem
- Epistulae ad Brutum
- De analogia libri II
- Commentarii de bello civili
- Commentarii de bello Alexandrino









